Erlebnisse im Jahr 2007

11.11.2007: Kirchenwahlen: Die Landeskirche kann eine Zukunft haben

Am 11.11.2007 war neben Faschingsanfang in Württemberg Kirchenwahl angesagt. Gewählt wurden von allen Gemeindemitgliedern ab 16 Jahre die Kirchengemeinderäte und die Landessynode. Während die Wahl der Kirchengemeinderäte bei mir einen fahlen Beigeschmack hinterließ, da die Sitze weitgehend in Erbfolge vergeben wurden. Was mich einfach am Sinn der Wahl zweifeln lässt. Ich glaube nicht, dass es nur an den dörflichen Strukturen liegt, denn in Schmiden konnte ich ähnliches beobachten. Wenn nicht von vorneherein durch Absprache mit einem ausscheidenden Mitglied die Nachfolge klar geregelt ist, ist man nur Zählkandidat. Ich wundere mich, wieviele Menschen sich dazu bereit finden.
Bei den Synodalwahlen gab es einige Überraschungen. Hier kann man doch noch von einer wirklichen Wahl reden. Mit dem Ergebnis bin ich auch ganz zufrieden. Noch schöner wäre gewesen, wenn die lebendige Gemeinde ihr Sitzergebnis von 2001 hätte halten oder sogar leicht ausbauen können. Positiv bleibt zu vermerken, dass der Gesprächskreis Offene Kirche zwei Sitze eingebüßt hat. Es ist mir nicht ganz klar wie Menschen, die in weiten Teilen die Grundtexte der evangelischen Landeskirche (die Heilige Schrift und die reformatorischen Bekenntnisse) nicht als Grundlage ihreres Glaubens annehmen können, meinen die Kirche nach ihren rein menschlich-rationalistisch aufgeklärten Vorstellungen verändern zu wollen. Noch positiver ist die Tatsache, dass die Initiative Kirche für morgen ihre Sitze verdreifacht hat. Kfm wagt es im Gegensatz zu den anderen Gesprächskreisen Bestehendes radikal in Frage zu stellen und neue Ansätze einzufordern. Bleibt zu hoffen, dass sich andere Gesprächskreise von den Ansichten anstecken lassen und nicht betriebsblind bleiben, sondern einen Schritt zurücktreten können um "ihre Kirche" und "ihren Berufsstand" kritisch reflektieren und zu neuen Ansätzen kommen zu können.

31.10.-04.11.2007: GUMAK-Freizeit auf dem Dieschenhof

In den Herbstferien durfte ich für vier Tage mit den 9 der 10 Teilnehmer des Glaubens- und Mitarbeiterkurses auf den Dieschenhof im Südschwarzwald fahren. Wir haben dort eine geniale Zeit mit viel Gemeinschaft, Spaß aber auch geistlichem Input erlebt. Ein ganze besonderes Lob hat sich unser Küchenchef Edgar verdient, der es wirklich geschafft hat uns ein Festessen (Rahmschnitzel mit selber gemachten Spätzle) auf den Tisch zu zaubern. Bei den Bedingungen in der Dieschenhof-Küche eine wahre Meisterleistung.